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Analyse des chinesischen DüngemittelmarktesPhosphatdünger geprägt von Preisstabilität und Versorgungssicherung – angespannte Angebots-Nachfrage-Balance bei Kali setzt sich fort

Im Zeitraum vom 26. Dezember 2025 bis zum 9. Januar 2026 stand der chinesische Inlandsdüngemittelmarkt klar unter dem Leitmotiv der „Preis­stabilisierung und Versorgungssicherung bei Phosphatdüngern“.


Auf der Rohstoffseite zeigte sich eine deutliche Differenzierung: Phosphatgestein blieb weitgehend stabil, Schwefel bewegte sich auf hohem Niveau mit starken Schwankungen, während Schwefelsäure und Syntheseammoniak insgesamt stabil notierten.


Der Kalidüngermarkt setzte seine angespannte Angebots-Nachfrage-Balance fort, wobei die Preise auf hohem Niveau fest blieben. Auf der Angebotsseite überlagerten sich inländische Wartungen mit verzögerten Importankünften; auf der Nachfrageseite erholten sich zwar die Auslastungsraten der Mehrnährstoffdüngerwerke, die Beschaffung blieb jedoch vorsichtig. Insgesamt nahm die Marktspannung und das strategische Abwägen deutlich zu.


I. Rohstoffmarkt: Differenzierte Entwicklung – Schwefel auf hohem Niveau als zentrales Marktmerkmal

Der Rohstoffmarkt war geprägt von „hochpreisigem, schwankendem Schwefel bei insgesamt stabilen übrigen Produkten mit leichten Anpassungen“. Angebotsseitige Einschränkungen in Kombination mit saisonal zunehmender Nachfrage dominierten das Marktgeschehen, während politische Steuerungsmaßnahmen als potenzieller Einflussfaktor bestehen blieben.


(1) Marktdynamik der wichtigsten Rohstoffe


  • Phosphatgestein:


    Der Markt in den Hauptförderregionen blieb insgesamt stabil, ohne Preisveränderungen. Die Minen konzentrierten sich vor allem auf die Abwicklung bestehender Aufträge.


    Regional zeigten sich Unterschiede: In Hubei stellten die meisten Minen den Betrieb ein, neue Vertragsabschlüsse kamen vorübergehend zum Erliegen; Guizhou verzeichnete weiterhin ein geringes Auslieferungsvolumen; Sichuan lieferte überwiegend bestehende Aufträge aus; in den nördlichen Regionen war die Produktion angespannt.


    Nachgelagerte Phosphatdüngerproduzenten hielten stabile Auslastungsraten aufrecht und konzentrierten sich auf die Produktion für Winterbevorratung und Frühjahrsdüngung, was eine stabile Nachfrage nach Phosphatgestein sicherstellte.


  • Schwefel:


    Der chinesische Schwefelmarkt bewegte sich auf hohem Niveau mit deutlichen Schwankungen, wobei die angespannte Importversorgung der zentrale Treiber war. Chinesische Abnehmer agierten bei Nachkäufen vorsichtig, während bestehende Lagerbestände weiter sanken. Die aktuellen Schwefelbestände in chinesischen Häfen beliefen sich auf 1,95 Mio. Tonnen.


    Angebotsseitig wird erwartet, dass die knappe Importverfügbarkeit auch im Januar anhält. Die chinesischen Importpreise folgen dem globalen Aufwärtstrend, wodurch die Importkosten weiter steigen.


    Nachfrageseitig zog der Bedarf der nachgelagerten Industrie saisonal an, was die Marktstimmung insgesamt stützte.


    Mittelfristig ist eine Entspannung der globalen Schwefelversorgung kaum zu erwarten. Die Fähigkeit Chinas, hochpreisige Importware aufzunehmen, bleibt begrenzt; für das erste Quartal werden vergleichsweise geringe Ankünfte erwartet. Kurzfristig dürften die Schwefelpreise daher weiterhin auf hohem Niveau schwanken, wobei mögliche zusätzliche politische Eingriffe aufmerksam zu beobachten sind.


  • Schwefelsäure:


    Die Preise auf dem Inlandsmarkt blieben überwiegend stabil. Kurzfristig wird eine Fortsetzung dieser stabilen Entwicklung erwartet. Aufgrund regional unterschiedlicher Angebotskapazitäten und Transportbedingungen variiert das lokale Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht, sodass weitere Anpassungen regional differenziert erfolgen dürften.


  • Syntheseammoniak:


    Der Markt bewegte sich in einer engen Schwankungsbreite, wobei das Preisniveau insgesamt stabil blieb. Die konstanten Auslastungsraten der Phosphatdüngerindustrie sorgten für eine gewisse Nachfrageunterstützung. Kurzfristig ist mit stabilen Abgabepreisen zu rechnen, wobei in einzelnen Regionen begrenzte Anpassungen möglich sind. Regionale Preisunterschiede werden aufgrund der Transportdistanzen weiterhin bestehen.

II. Phosphat- und Mehrnährstoffdünger: Fortgesetzte Preisstabilisierung und Versorgungssicherung bei anhaltendem Kostendruck

In der laufenden Woche wurden weitere Sitzungen zur Preisstabilisierung und Versorgungssicherung von Phosphatdüngern abgehalten, was die klare politische Ausrichtung unterstreicht. Der Kostendruck bleibt erheblich: Die internationalen Schwefelpreise steigen weiter, während eine kurzfristige Erholung der globalen Versorgungskapazitäten unwahrscheinlich ist. Unzureichende Inlandsanlieferungen erschweren Preissenkungen.


Im Schwefelsäuresegment verzeichnen Hütten- und Nebenprodukt-Schwefelsäurehersteller aufgrund von Verarbeitungsentgelten deutliche Verluste, was den Spielraum für Preisrückgänge begrenzt. Derzeit kann Rohstoffschwefel nur gezielt zur Versorgungssicherung eingesetzt werden; die weiterhin festen Schwefelpreise stützen die Kostenbasis der Phosphatdüngerproduktion.


Auf der Angebotsseite hielten die Phosphatdüngerhersteller stabile Auslastungsraten aufrecht, fokussiert auf Winterbevorratung und Frühjahrsdüngung, und setzten die Vorgaben zur Preisstabilisierung und Versorgungssicherung konsequent um.


III. Kalimarkt: Angespannte Angebots-Nachfrage-Balance hält an – festes Hochpreisniveau bleibt bestehen

Der chinesische Kalidüngermarkt verharrte auf hohem Niveau bei begrenzter Volatilität. Kaliumchloridpreise blieben fest, während der Kaliumsulfatmarkt deutliche Differenzierungen zeigte. Die insgesamt verfügbaren Umlaufmengen blieben knapp, und das Angebots-Nachfrage-Ringen verschärfte sich weiter.


Auf den internationalen Märkten war die Aktivität aufgrund der Feiertage gedämpft, während Ostasien vergleichsweise aktiv blieb. Besondere Aufmerksamkeit galt den Ausschreibungen für Kaliumchlorid in Indonesien.


(1) Angebotsseite: Inländische Wartungen und langsame Importe verschärfen die Knappheit


  1. Inländisches Kali:


    Es zeigte sich weiterhin ein Muster von „stabiler Produktion bei Großbetrieben, Wartungen bei kleineren Produzenten“. Die großen Produzenten in Qinghai hielten den Betrieb aufrecht, jedoch lag die Produktion aufgrund sinkender Rohstoffqualität und winterlicher Produktionsbedingungen unter dem früheren Niveau. Einige Hersteller planen, Ende Januar Wartungsarbeiten aufzunehmen, was die Angebotsflexibilität weiter einschränken dürfte.


    Kleinere Produzenten von 57 %igem pulverförmigem Kaliumchlorid in Qinghai befanden sich überwiegend in Produktionspausen zur Ressourcenerholung, wodurch das verfügbare Marktangebot weiterhin begrenzt blieb. Die offiziellen Preise für inländisches Kali blieben stabil, tatsächliche Transaktionspreise wichen jedoch je nach regionalem Angebots-Nachfrage-Verhältnis ab.


  2. Importiertes Kali:


    Die Hafenbestände blieben auf historisch niedrigem Niveau. Zum 8. Januar beliefen sich die gesamten Hafenlagerbestände auf 2,4749 Mio. Tonnen, was lediglich einem Monatsanstieg von 1,89 % entspricht.


    Obwohl der Kalidünger-Importgroßvertrag für 2026 vorzeitig abgeschlossen wurde und der Markt vor dem chinesischen Neujahrsfest neue Ankünfte erwartet, verliefen die tatsächlichen Lieferungen im Januar aufgrund verlängerter Seetransportzeiten und der Zollabfertigung nur schleppend. Zudem war die regionale Verteilung ungleich: Südliche Häfen wurden vergleichsweise besser beliefert, während die Ankünfte im Norden begrenzt blieben, was die regionalen Knappheitsunterschiede verstärkte.


    Große Handelshäuser kontrollierten die Vertragsmengen, während kleine und mittlere Händler nur sehr begrenzte verkaufsfähige Bestände hatten, was die Preise auf hohem Niveau stützte. Gleichzeitig sorgten begrenzte Freigaben durch Großhändler für eine gewisse Entspannung bei Preisanfragen, sodass einige Abnehmer auf preisgünstigeres inländisches Kali oder rabattierte Ware auswichen.


  3. China-Europa-Eisenbahn:


    Eintreffende Lieferungen von 62 %igem weißem Kaliumchlorid sowie granuliertem Kali stellten lediglich eine begrenzte Ergänzung des Angebots dar. Aufgrund der hohen Kosten orientierten sich die Preise weitgehend an den Importpreisen über See, sodass der Einfluss auf den Hauptmarkt gering blieb und vor allem strukturelle Anpassungen bewirkte.


(2) Nachfrageseite: Erholung der Mehrnährstoffdüngerproduktion, jedoch vorsichtige Beschaffung


  1. Nachfrage nach Kaliumchlorid:


    Mit dem Herannahen des Vorratsfensters vor dem Frühlingsfest erholten sich die Auslastungsraten der nachgelagerten Mehrnährstoffdüngerwerke schrittweise, und zuvor stillgelegte Anlagen nahmen die Produktion wieder auf. Dennoch blieben die Unternehmen angesichts der hohen Preise zurückhaltend und beschränkten sich auf bedarfsorientierte Beschaffung, ohne umfangreiche Lageraufbauten. Die nur schwache Nachfrageerholung konnte keine starke Unterstützung bieten.


  2. Nachfrage nach Kaliumsulfat:


    Der Markt zeigte eine klare Differenzierung nach dem Muster „Verluste bei Mannheim-Produzenten, relative Stabilität bei rohstoffbasierten Produzenten“.


    Mannheim-Kaliumsulfathersteller hielten niedrige Auslastungsraten aufrecht. Hohe Preise für Kaliumchlorid und Schwefelsäure drückten die Margen erheblich und führten zu anhaltenden Preisumkehrungen. Die nachgelagerte Nachfrage blieb schwach, neue Abschlüsse waren begrenzt, und bei einigen Produzenten kam es zu leichten Lageraufbauten. Einzelne Unternehmen versuchten, den Absatz durch Mengenbegrenzungen oder Angebotsanfragen zu stimulieren.


    Rohstoffbasierte Kaliumsulfatanlagen hielten stabile Auslastungsraten und offizielle Preise aufrecht, jedoch blieben die verfügbaren Umlaufmengen begrenzt. Händlerquotierungen variierten stark, und die Gesamtnachfrage blieb gedämpft.


(3) Kurzfristiger Ausblick: Festes Hochpreisniveau setzt sich fort, begrenzter Spielraum für Schwankungen


Kurzfristig wird erwartet, dass der chinesische Kalidüngermarkt weiterhin auf hohem Niveau verharrt, mit begrenztem Spielraum für größere Preisbewegungen, aus folgenden Gründen:


  1. Angebot: Die Knappheit dürfte anhalten. Die Auslastung großer inländischer Produzenten wird voraussichtlich weiter sinken, während sich Wartungen bei kleineren Betrieben ausweiten. Zwar könnten sich die Importankünfte schrittweise beschleunigen, doch der Aufbau der Hafenbestände wird Zeit benötigen. Grenzhandels-Vorverkäufe haben die Januar-Mengen bereits gebunden. Hochpreisige Bahnimporte aus der China-Europa-Route bleiben von begrenztem Einfluss, und die meisten Mengen liegen weiterhin in den Händen großer Händler, sodass kurzfristig keine deutliche Angebotsausweitung zu erwarten ist.


  2. Nachfrage: Die Unterstützung bleibt begrenzt. Trotz weiter steigender Auslastungsraten in der Mehrnährstoffdüngerproduktion dämpfen hohe Rohstoffpreise die Beschaffungsbereitschaft. Kaliumsulfat bleibt durch Kosten- und Nachfragedruck belastet, sodass eine Trendwende schwerfällt.


  3. Preisentwicklung: Konsolidierung auf hohem Niveau. Im Spannungsfeld zwischen knapper Versorgung und nur schwacher Nachfrageerholung ist kurzfristig kein Ausbruch nach oben oder unten zu erwarten. Politische Maßnahmen bleiben ein potenzieller Einflussfaktor, doch angesichts der aktuell begrenzten Nachfrage behalten die Verkäufer die Preisführerschaft. Besondere Aufmerksamkeit gilt möglichen Veränderungen des Liefer­rhythmus vor und nach dem Frühlingsfest sowie dem Einfluss politischer Eingriffe auf die Markterwartungen.


Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur als kommerzielle Referenz aufgrund der Vielfalt der gesammelten Informationen, und Kelewell ist nicht für die Authentizität der Daten verantwortlich.




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