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TMAP vs. TDAP: Chemie, Anwendung und globale Trends

Monoammoniumphosphat (MAP) und Diammoniumphosphat (DAP) sind beide Ammoniumphosphat-Dünger, die durch Neutralisation von Phosphorsäure mit Ammoniak hergestellt werden. Beide Dünger zeichnen sich durch hohe Wasserlöslichkeit, hohe Gehalte an Phosphor und Ammoniumstickstoff, ausgezeichnete physikalisch-chemische Eigenschaften sowie eine gute Pflanzenverfügbarkeit aus, was zu einer hohen Düngewirkung führt.


Sie können sowohl einzeln als Grund- oder Kopfdünger eingesetzt als auch als Rohstoffe für Misch- und Komplexdünger verwendet werden. Zusammen stellen MAP und DAP die am häufigsten produzierten und eingesetzten Phosphatdünger weltweit dar – mit einem Anteil von etwa 90 % an der globalen Phosphatdüngerproduktion.


Grundinformationen
  • MAP:

    Monoammoniumphosphat / Ammoniumdihydrogenphosphat

    CAS-Nr.: 7722-76-1

    Chemische Formel: NH₄H₂PO₄

    Erscheinung: Weißes kristallines Pulver

    pH-Wert (0,1 mol/L): Sauer, pH 4,4–4,8

    Löslichkeit (20 °C): 37,4 g/100 ml

    Nährstoffgrade: 11-44-0 / 10-50-0 (landw.), 12-61-0 (techn.)


  • DAP

    Diammoniumphosphat / Ammoniumhydrogenphosphat

    CAS-Nr.: 7783-28-0

    Chemische Formel: (NH₄)₂HPO₄

    Erscheinung: Grau-weiß bis dunkelgraue Granulate

    pH-Wert (0,1 mol/L): Schwach alkalisch, pH 7,8–8,2

    Löslichkeit (20 °C): 41 g/100 ml

    Nährstoffgrade: 18-46-0 (landw.), 21-53-0 (techn.)


Physikalisch-chemische Unterschiede (Auszug)
  • MAP ist thermisch stabil, schmilzt erst bei 190 °C, ist wenig hygroskopisch und hat eine hohe kritische relative Luftfeuchtigkeit (91,6 %).

  • DAP ist weniger hitzestabil, zersetzt sich über 80 °C unter Abspaltung von Ammoniak und Umwandlung in MAP, ist stärker hygroskopisch (KRH 82,5 %) und neigt zur Verklumpung.


Unterschiede in der Anwendung
  1. Nährstoffzusammensetzung

    MAP enthält mehr Phosphor, aber weniger Stickstoff als DAP. DAP besitzt eine ausgewogenere N:P-Verhältnis und eignet sich daher besser für stickstoffbedürftige Kulturen.


  2. pH-Wirkung

    DAP (pH ~8) kann mit calciumreichen Düngern (z. B. Superphosphat, Kalk) schwerlösliche Calciumphosphate bilden – ein Effekt, der die Phosphorverfügbarkeit verringert. MAP (pH ~4,4) vermeidet diese Reaktion und verbessert die Phosphoraufnahme besonders in kalkhaltigen Böden.


  3. Bodenverträglichkeit

    MAP senkt den pH-Wert der Bodenlösung leicht, verbessert die Phosphorverwertung und reduziert Stickstoffverluste durch Ammoniakverflüchtigung.

    DAP hingegen kann den pH-Wert erhöhen und in alkalischen Böden zur Ammoniakfreisetzung führen – insbesondere bei hohen Temperaturen oder schlechter Belüftung.


Empfohlene Einsatzszenarien
  • MAP: Für saure bis neutrale Böden, geeignet für Obst, Gemüse, Blumen; Anwendung als Grund-, Kopfdünger oder Mischkomponente.

  • DAP: Für neutrale bis schwach saure Böden; geeignet für Getreide (z. B. Weizen, Mais, Reis); bevorzugt als Grunddünger einsetzbar.


Produktionsunterschiede
  • Die Herstellung von MAP ist energieeffizienter, die Reaktionswärme führt zu keiner nennenswerten Ammoniakabgabe.

  • DAP erfordert strenge Temperatur- und pH-Kontrolle, um die Rückumwandlung zu MAP zu vermeiden. Die Produktionskosten sind höher.

  • MAP kann mit weniger reiner Phosphorsäure hergestellt werden. DAP benötigt qualitativ hochwertige Rohsäure aus phosphorreichen Erzen (P₂O₅ > 30 %).


Lagerung und Transport
  • MAP ist dichter, thermisch stabiler und weniger hygroskopisch – ideal für Langzeitlagerung, auch als Pulverprodukt.

  • DAP muss als Granulat gelagert werden. Es ist hitze- und feuchtigkeitsempfindlich, kann unter direkter Sonneneinstrahlung Qualität verlieren.


Anwendung und Vorsichtsmaßnahmen

  • MAP: Als Grunddünger (15–25 kg/Mu), auch für Kopfdüngung oder Fertigation. Nicht mit alkalischen Düngern oder Schwermetallverbindungen mischen.

  • DAP: Als Grunddünger (20–30 kg/Mu), nicht zur Kopfdüngung geeignet. Abstand zu Saatgut einhalten (3–5 cm), keine Mischung mit säurehaltigen Düngern oder Ca/Mg-reichen Produkten.


Globale Markttrends (2024–2025)
  • Preisspanne: $600–750/t (Mitte 2024), auf $550–650/t gefallen (Anfang 2025), wieder angestiegen auf $700–800/t (Apr–Mai 2025, DAP USA).


  • Regionale Einflüsse:

    • USA: Höhere Preise durch geringe Lagerbestände & Zölle

    • Brasilien: MAP unter Druck durch Wechselkurs & Importabhängigkeit

    • Indien: Preisdrückung durch langfristige DAP-Verträge

    • Europa: Schwache Nachfrage aufgrund von Umstrukturierung


➡ Prognose für 2. Halbjahr 2025: Preisniveau zwischen $600–750/t, globales Handelsvolumen -8 %, Durchschnittspreise +12–15 %.


Fazit

MAP und DAP sind beide unverzichtbare Phosphatdünger, unterscheiden sich jedoch in:

  • Chemie: MAP ist sauer, phosphorreich und stabil; DAP ist alkalisch, stickstoffreich, aber empfindlich.

  • Anwendung: MAP ist vielseitiger, DAP ideal für stickstoffbetonte Grunddüngung.

  • Produktion & Lagerung: MAP ist einfacher und kostengünstiger zu handhaben.


✅ Die Wahl sollte auf Grundlage von Boden-pH, Pflanzenbedarf und lokalen Marktbedingungen erfolgen, um die Düngewirkung zu maximieren.


🏁 Abschlussbotschaft von Kelewell

Kelewell bietet hochwertige Rohstoffe für die moderne Landwirtschaft. Unser Ammoniumphosphat-Portfolio umfasst:

  • MAP (12-61-0) in neutralen 25-kg-Säcken

  • DAP (21-53-0) in neutralen 8-kg-Säcken


📩 Für technische Beratung, Dokumentationsanfragen oder Musterwünsche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


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