Granuliertes Kaliumnitrat – Entwickelt zur Vermeidung von Verklumpung
- Camille W.

- 2. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Kaliumnitrat ist ein in der Landwirtschaft weit verbreiteter binärer Mehrnährstoffdünger mit einem Gehalt von etwa 13 % Stickstoff (N) und 46 % Kaliumoxid (K₂O). Es vereint die Wirkung von Stickstoff- und Kaliumdüngern, bietet ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis und eine sehr gute Wasserlöslichkeit, wodurch die Nährstoffe schnell über das Wurzelsystem aufgenommen werden können.
Dank seiner chloridfreien Formulierung eignet sich Kaliumnitrat besonders für chloridempfindliche Kulturen wie Tabak, Kartoffeln und Zitrusfrüchte. Es trägt wirksam zur Verbesserung von Fruchtsüße, Ausfärbung und Marktqualität bei und stärkt gleichzeitig die Trockenheits- und Standfestigkeit der Pflanzen.
Eine ausführlichere Einführung zu Kaliumnitrat finden Sie im folgenden Artikel:https://www.kelewell.de/en/post/potassium-nitrate-kno-essential-for-crops-and-industrial-innovation
Kristallines Kaliumnitrat ist bei Langstreckentransporten zwangsläufig anfällig für Verklumpung. Zahlreiche Versuche mit unterschiedlichen Antibackmitteln haben sich langfristig als nur begrenzt wirksam erwiesen.
Neben Pulver- und Kristallformen ist granuliertes Kaliumnitrat als hocheffizienter, kontrolliert freisetzender Stickstoff-Kalium-Dünger verfügbar. Es zeichnet sich durch 100 % Wasserlöslichkeit, ausgeprägte Antiback-Eigenschaften, keine Rückstände sowie eine stabile und langanhaltende Nährstofffreisetzung aus.
Die glattere Oberfläche und die geringere Porosität der Granulate reduzieren Kontaktpunkte zwischen den Körnern und minimieren Feuchtigkeitsadsorptionsstellen, wodurch das Verklumpungsrisiko deutlich gesenkt wird.
Entwickelt für moderne Präzisionslandwirtschaft, Gartenbau und hochwertige Kulturen, deckt es den ausgewogenen Stickstoff- und Kaliumbedarf über den gesamten Vegetationszyklus hinweg – insbesondere bei chloridempfindlichen und kaliumbedürftigen Kulturen.
Spezifikation
Aussehen: Weiße Prills
Reinheit: 99 %
Stickstoff (N): ≥ 13,5 %
Kaliumoxid (K₂O): ≥ 46 %
Wasserunlösliches: ≤ 0,1 %
Chlorid: ≤ 0,2 %
Feuchte: ≤ 0,1 %
Korngröße (2–4 mm): ≥ 90 %
Eigenschaften und Vorteile von granuliertem Kaliumnitrat
1. Kontrollierte und nachhaltige NährstofffreisetzungDurch einen dualen Mechanismus aus physikalischer Ummantelung und chemischer Bindung folgt die Freisetzungskurve dem Nährstoffbedarf der Pflanzen sehr genau:
Lang anhaltende Versorgung: Eine einmalige Anwendung wirkt länger als bei kristallinen Produkten.
Stabile Freisetzung: Geringe Beeinflussung durch Temperatur und Bodenfeuchte, konstante Freisetzungsrate unter unterschiedlichen Bodenbedingungen.
2. Hervorragende Antiback-EigenschaftenPulverförmiges Kaliumnitrat ist stark hygroskopisch und neigt zur Verklumpung. Die granulierte Form weist eine deutlich höhere Beständigkeit gegen Verklumpung auf und erleichtert Lagerung und Transport erheblich.
3. 100 % wasserlöslich, rückstandsfrei
Vollständig wasserlöslich ohne unlösliche Bestandteile.
Geeignet für alle Bewässerungssysteme (Tröpfchen-, Sprinkler- und Mikrobewässerung).
Keine Rückstände, keine Verstopfung von Tropfern oder Düsen → geringere Wartungskosten.
Hoher Kaliumgehalt: Unterstützt Fruchtvergrößerung, Ausfärbung, Zuckereinlagerung und Stressresistenz.
Flexible Anwendung: Grunddüngung, Nachdüngung, Fertigation, Tröpfchenbewässerung und Blattapplikation.
Neutrale, chloridfreie Formulierung – sicher für chloridempfindliche Kulturen.
Vergleich: Pulverförmiges vs. granuliertes Kaliumnitrat
Vergleichsaspekt | Pulverförmiges Kaliumnitrat | Granuliertes Kaliumnitrat |
Physikalische Form | Feine Partikel, schnelle Auflösung; höhere Hygroskopizität, verbackt leicht bei längerer Lagerung | Gleichmäßige Granulate (meist 1–4 mm), etwas langsamere Auflösung; sehr gute Antiback-Wirkung, einfachere Lagerung und Transport |
Anwendung | Ideal für Fertigation, Tröpfchenbewässerung und Spülung; löst sich schnell, bei Streuanwendung verlustanfällig | Geeignet für Streu-, Grund- und Punktapplikation; weniger Drift, gleichmäßigere Freisetzung; auch für Fertigation nach längerer Rührzeit |
Einsatzbereiche | Schnelle Nachdüngung in Wachstumsphasen; Gewächshaus- und Präzisionssysteme | Grund- oder Nachdüngung im Freiland; mechanisierte Düngung in großflächigem Anbau |
Nährstoffeffizienz | Schnelle Aufnahme, aber höhere Verluste bei Streuanwendung | Langsame Auflösung mit Niederschlag/Bewässerung, geringere Verluste, stabilere Effizienz |
Kosten & Verarbeitung | Einfachere Herstellung, geringere Kosten | Erfordert Granulation (Extrusion oder Sprühgranulation), etwas höhere Produktionskosten |
Geeignete Kulturen
Markt- und Obstkulturen: Zitrusfrüchte, Trauben, Äpfel, Erdbeeren, Kiwi, Mango
Gemüse: Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Blattgemüse
Spezialkulturen: Tabak, Tee, Blumen, Heilpflanzen
Ackerbau: Baumwolle, Kartoffeln, Zuckerrohr, Mais und andere kaliumbedürftige Kulturen
Anwendungsmethoden und empfohlene Aufwandmengen
1. Anwendungsmethoden
Grunddüngung: Gleichmäßig vor der Bodenbearbeitung ausbringen und einarbeiten.
Nachdüngung: In Furchen oder Pflanzlöchern ausbringen und mit Erde bedecken; empfohlene Tiefe 10–15 cm.
Fertigation / Tröpfchenbewässerung: In Wasser lösen und über das Bewässerungssystem ausbringen.
Blattdüngung: 800–1000-fach verdünnen; hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung vermeiden.
2. Empfohlene Aufwandmengen (je nach Kultur anpassen)
Kulturart | Grunddüngung (kg/mu) | Nachdüngung (kg/mu je Gabe) | Anwendungszeitpunkt |
Obstbäume | 15–25 | 8–15 | Vor Austrieb, Fruchtansatz, Fruchtwachstum |
Fruchtgemüse | 10–20 | 5–10 | Vor Pflanzung, Blüte, Fruchtbildung |
Blattgemüse | 8–15 | 4–9 | Vor Pflanzung, Phase intensiven Wachstums |
Marktfrüchte | 12–20 | 6–12 | Entsprechend der entscheidenden Wachstumsphasen |
Anwendungshinweise
Aufgrund unterschiedlicher Bodenverhältnisse, Klimazonen und Sorten wird empfohlen, vor der Erstanwendung Kleinversuche durchzuführen oder lokale Fachberater hinzuzuziehen, um den optimalen Düngeplan festzulegen.
Der Dünger ist vielseitig einsetzbar – für Grund- und Nachdüngung ebenso wie für Fertigation und Blattapplikation.Da er keinen Phosphor enthält, kann eine langfristige ausschließliche Anwendung zu Nährstoffungleichgewichten im Boden führen. Es wird daher empfohlen, ihn mit Phosphordüngern oder Mehrnährstoff-Komplexdüngern zu kombinieren, um den vollständigen Nährstoffbedarf während des gesamten Vegetationszyklus abzudecken.




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